Geld für die Opfer – Hepatitis-Affäre in der Donauwörther Donau-Ries-Klinik

Roland Aigner
Rechtsanwalt Roland Aigner

Vor 2 Jahren erregte eine spektakuläre Mitteilung über einen Klinikskandal nicht nur die Aufmerksamkeit sondern auch Empörung  und Angst die Öffentlichkeit. Durch das Fehlverhalten eines Narkosearztes war es zu einer Vielzahl von Ansteckungen mit dem Hepatitis C Virus bei Patienten der Donau Ries Klinik Donauwörth gekommen. Viele Patienten waren verunsichert, ob sie zum Kreis der Infizierten gehören, die die dies bereits wussten fürchteten über die gesundheitlichen Folgen. Zwar gibt es seit wenigen Jahren ein Medikament zur Behandlung dieser Infektion, allerdings sind noch keine Studien über eventuelle Langzeitfolgen bekannt.

Weiterhin stellte der Vorgang auch an die juristische Aufarbeitung starke Probleme, zum einen musste der Vorgang strafrechtlich beurteilt werden, was aber wohl für die Patienten weit wichtiger war, kann zivilrechtlich Schadenersatz gefordert werden. Da ein wissenschaftlicher Beweis für die Infektionsverursachung so gut wie nicht zu führen war, war die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen anfangs durchaus ungewiss.

Glücklicher weise konnte mit der zuständigen Haftpflichtversicherung der Klinik dann aber eine außergerichtliche Einigung gefunden werden, so dass ein Großteil der von uns vertretenen  infizierten Patienten zumindest materiell eine Entschädigung erhalten konnten. Die gesundheitlichen Langzeitfolgen bleiben aber weiterhin ungewiss.

Einen Artikel von Frau Barbara Wild von der Augsburger Allgemeinen lesen Sie hier.